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Einklang – 2 Brüder, die Welt von Bernard & Francois Baschet
Die Gebrüder Bernard und Francois Baschet gehören zu den großen Individualisten in der Musikgeschichte der letzten 50 Jahre. Noch heute arbeiten die beiden um die 90-jährigen kontinuierlich an ihrem Lebenswerk. Ihre Klangforschung verläuft parallel zur Entwicklung der elektronischen Musik und führt zu klingenden, bizarr anmutenden Skulpturen, die überwiegend aus Metall und Glas bestehen.
Zu den frühen Bewunderern zählt Jean Cocteau, der die Instrumente der Baschets bereits in Filmmusiken nutzte, und auch heutzutage, wenn sich George Clooney in seinem Raumschiff unaufhaltsam dem Planeten Solaris nähert, hören wir dazu den Klang des Cristals - eine Art Glasharfe und berühmteste Schöpfung der Brüder: "Kein anderes Instrument", so Hollywood-Komponist Cliff Martinez, "erzeugt einen derart organischen Klang."

Die gleiche Begeisterung für die Baschet-Instrumente und ihrer Klänge teilen inzwischen diverse Musiker und Instrumentenbauer, die sich der Fortschreibung und Weiterentwicklung dieser akustischen Kunst annehmen.

Die kreativen Wege der beiden Brüder hingegen trennen sich bereits in den 70`er Jahren. Bernard bleibt mit seiner Familie in Frankreich, kümmert sich um die Entwicklung und Perfektionierung des Cristals und entwickelt ein eigenes Konzept für musikalische Früherziehung an Schulen. Ihm liegt es am Herzen, Kindern, ohne dass sie zuvor Kenntnisse von Harmonielehre oder Spieltechniken erlernen müssen, die Freude am gemeinsamen Musizieren zu vermitteln.

Der kinderlose Francois wiederum reist um die Welt, legt seinen Fokus auf den Bau von Klangbrunnen und Skulpturen und liebt es, immer wieder neue Variationen verschiedenartiger Klangskulpturen zu erfinden. Er möchte mit seiner Kunst anderen Menschen eine Freude bereiten, sie zum Lachen oder Schmunzeln bringen und ihnen die Augen für die Schönheit und Intensität des Moments öffnen.
Da die beiden ungleichen Brüder bis heute noch gemeinsam signieren, bleibt der Öffentlichkeit verborgen, dass Bernard und Francois "privat" kaum noch in Kontakt stehen…

Regie: Ingo Rudloff
Kamera: Thomas Kutschker, Henning Brod
Montage: Michèle Barbin
Sounddesign: Raimund von Scheibner



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